
Am 25. November, haben wir uns versammelt, um einem bedeutenden Tag zu gedenken, dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen. Dieser Tag erinnert uns an die unzähligen Frauen weltweit, die Opfer von physischer, psychischer und sexueller Gewalt werden, nicht selten mit tödlichen Folgen.
Gewalt an Frauen ist eine der häufigsten Menschenrechtsverletzungen weltweit. Sie kennt keine Grenzen, weder in Bezug auf Kultur, Bildung, Religion noch auf das soziale oder ökonomische Umfeld. In vielen Ländern, aber auch in unserer eigenen Gesellschaft, wird sie oft totgeschwiegen, tabuisiert und verharmlost. Doch wir dürfen nicht schweigen. Wir dürfen nicht zulassen, dass diese Gewalt weiterhin als ein “privates Problem” angesehen wird.
Denn diese Gewalt endet oft mit dem Tod. Der Mord an einer Frau mit dem Grund, dass sie eine Frau ist, ist inakzeptabel, schrecklich und für jede empathische Person unvorstellbar.
Das ist leider Realität, auch in Deutschland.
2023 wurde fast jeden Tag eine Frau oder Mädchen Opfer eines Femizids.
Dieses Jahr zählen wir bis heute 90 Femizide. 2024 bringt jeden 3. Tag ein Mann eine oder seine (Ex)-Frau um.
Um die Anzahl zu verdeutlichen, haben wir Gläser mit Kerzen vor dem Rathaus aufgestellt. Jedes Leuchten ist ein Leben, das genommen wurde.
Jeweils eine Person, die ein Leben, einen Alltag und eine Familie hatte.
