#GVM0203

02.03.24

Am vergangenen Samstag, dem 02.03.24, schlossen wir uns einer Demo für Toleranz und Vielfalt in Grevesmühlen (Mecklenburg-Vorpommern) an.

Die Veranstaltung wurde von fast 400 friedlichen Demonstrant*innen besucht und endete mit Kundgebungen am Rathausplatz. Alles verlief reibungslos; es gab Banner, Flaggen, Schilder und Parolen, für eine so kleine „Dorf-Demo“ waren jedoch erstaunlich viele Polizisten in Rüstung vor Ort. Nach Ende der Demo wurde schnell klar wieso: Hält man sich als alternativ gekleidete, sichtlich queere oder linke Person in der Stadt auf, kann man sich kaum bewegen ohne von rechten Anwohnern angefeindet zu werden.

Wir wurden als Zecken und Schwuchteln beschimpft, haben Faschogüße und Mittelfinger gesehen und wurden zum Teil verfolgt. Schlimmeres ist an diesem Tag zum Glück nicht passiert. Ortsansässige Freund*innen berichten allerdings, dass sie sich kaum noch aus dem Haus trauen, besonders allein.

Solche Zustände sind nicht zu tolerieren und müssen verändert werden. Rechtes Gedankengut und daraus resultierende Gewalt stellen eine Gefahr dar, die wir nicht unterschätzen dürfen.

Foto: Christoph Reichwein/symbolbild/dpa