
Unter „Tüdelband“ versteht der Hamburger meistens einen einfachen Bindfaden. In der Regel ist er nicht ordentlich aufgewickelt, zusammengeknüllt oder schwer zu entwirren. Tüdelig kennt jede*r, aber das sind wir nicht, denn wir sind uns klar, dass rechte Hetze keinen Platz haben darf.
Am vergangenen Sonntag (11.02.2024) wurden die Schaufenster des Winsener „Tüdelbands“ beschmiert. Rechte Hetze mitten in unserer eher beschaulichen Kreisstadt – ekelhaft und beschämend zugleich. Wir alle sind froh über das Engagement des Tüdelbands, sich offen gegen den Rechtsruck stark zu machen und ein Statement mitten in der Stadt zu setzen.
Dass dies nun als Angriffsfläche gegen jede Form des Antifaschismus genutzt wurde, ist einfach ekelhaft. Die Schmierereien richten sich gegen alles demokratische in unserem Sozialstaat, von einer Indoktrinierung und dem Missbrauch der Kinder ist die Rede und Menschen mit einem funktionierenden moralischen Kompass werden als linke Faschisten bezeichnet. Diese kruden Gedanken dürfen keinen Nährboden mitten unter uns finden!
Wir stehen ein für eine bunte und tolerante Gesellschaft in der Solidarität groß geschrieben wird, denn unsere Solidarität ist eine Waffe. Wir solidarisieren uns mit dem „Tüdelband“. Wir stehen Seite an Seite für unsere Überzeugungen ein, denn Intoleranz darf nicht toleriert werden!
Wir alle sind das Tüdelband, wir wollen der Faden sein, der sich durch unsere Gesellschaft zieht. Der Bindfaden, der alles zusammenhält und niemals einreißt.
