
Eine linksalternative Person wurde am Donnerstag Abend (15.08.24)von 2 Nazis auf offener Straße angegriffen. Er stand an der Kreuzung Bahnhofstraße – Lüneburgerstraße als links von ihm ein weißer Sprinter, in dem zwei Männer saßen (Kennzeichen RZGH1988), anhielt.
Der Beifahrer stieg aus und rief ihm „scheiß Zecke“ zu, bevor er versuchte ihn vom Fahrrad zu treten. Durch seine schnelle Reaktion gelang es der Person den Männern zu entkommen.
Der Täter war weiß männlich ca. 180, ca. 20 Jahre alt und trug eine Jacke von Hansa Rostock.
Der Fahrer war ebenfalls weiß männlich, ca. 30 Jahre alt, relativ groß und hatte eine Glatze.
Diese Tat reiht sich ein in eine von mehreren, die wir in letzter Zeit beobachten konnten und zu spüren bekamen.
Schon bei unserer Demo am 16.06. wurden wir von 6 Faschos, die durch Kleidung und Tattoos dem “Dritten Weg” und der “Jungen Alternative” zuzuordnen sind, am Bahnhof erwartet.
Damals kam es nur zu Pöbeleien, da zeitnah eine größere Gruppe Antifaschist*innen zur Demo anreiste.
Außerdem kam es ebenfalls aus einem Auto heraus zu Anfeindungen und Aussagen wie „das nächste mal seit ihr dran” oder „letztes mal wart ihr zu viele“.
Betroffene beschreiben eine Gefühlsmischung aus Angst und Wut. Angst vor der Zukunft unter einer AfD und Wut auf die Gesellschaft, die immernoch stillschweigend zusieht.
Nur dagegen seien reicht nicht mehr!
Wir sehen in Ostdeutschen Städten wie Bautzen, wohin es führt, wenn wir jetzt nicht zusammen stehen!
Winsen liegt nur ca. 20 Minuten von Hamburg entfernt.
Es bleibt also nur eine Frage der Zeit, bis es in anderen Städten und Dörfern so weit ist, dass sich Faschisten wieder zusammenrotten und sich gruppieren.
Das bedeutet mehr Gefahr für uns alle.
Baseballschlägerjahre 2.0 könnten auf uns zu kommen, wenn wir jetzt nicht reagieren, zusammenstehen und zeigen das Antifaschismus auch wehrhaft ist.
Versteckt euch nicht länger! Wir sind mehr als eine gesichtslose Masse.
Menschen die ein Gesicht haben, sind Menschen die Respekt bekommen, die sich nicht einschüchtern lassen und nicht den Anschein erwecken in Angst zu leben. Menschen, die ihr Gesicht zeigen, trotz der ganzen Scheiße, sind gefährlicher als ein Haufen schwarz vermummter Leute.
Wir dürfen uns von Faschisten und Repressionen nicht länger einschüchtern lassen.
Das sind unsere Städte und Dörfer, das müssen wir zeigen.
Egal ob Graffiti, Sticker oder Cornern. Geht raus und nehmt euch die Straßen mit erhobenem Haupt!
