
Winsen es war uns ein Fest! Über 2000 Menschen waren am letzten Samstag auf der Straße. Doch aufhören dürfen wir jetzt nicht!
Am Sonntag um 15 Uhr geht es in die zweite Runde!
Hier unsere Rede zur vergangenen Demo:
Wir stehen heute hier, weil wir einen gemeinsamen Feind haben. Einen Feind, welchen antifaschistische Gruppen schon seit Jahren anprangern & wir sind froh, das sie diesen erkannt haben. Wir sind froh dass wir heute hier sein dürfen um zusammen diesem Feind zu zeigen das Zusammenhalt der Gesellschaft und Solidarität eine Waffe gegen den Hass und die Hetze der AFD sind. Ich bin überaus froh darüber, das wir als antifaschistische Organisation zu dieser Demo eingeladen wurden und eine Rede halten dürfen, denn das ist in vielen Teilen Deutschlands leider immernoch nicht selbstverständlich. Das kommt daher das viele mit „der Antifa“ nichts zutun haben wollen und ich würde lügen wenn ich sage, ich könnte es nicht verstehen. Wenn die Menschen an Antifa denken, denken sie häufig an Krawalle zum 1.Mai, G20 oder auch Leipzig.
Schwarz vermummte Menschen sieht man vor seinen Augen, welche die Polizei angreifen oder Barrikaden in Brand stecken. Das sind Bilder welche immer zu durchs Netz wandern oder im Fernsehen zu sehen sind.
Allerdings ist „Antifa“ bloß die Abkürzung für Antifaschismus.
Und alle antifaschistischen Menschen auf diese Ausschreitungen zu reduzieren finde ich falsch. Denn sie, die hier heute stehen und sich gegen den Rechtsruck und für Menschenrechte und Würde grade machen sind nichts anderes als Antifaschist*innen.
Ich glaube nicht dass die Mitglieder der hier anwesenden SPD, Grünen und FDP hinter all dem stehen, was die Parteien im Bundestag veranstalten.
Ich vertraue darauf, das die Werte in dieser Stadt anders verteilt sind, als die der Parteien und Politiker im Bundestag.
Und genau so können auch sie darauf vertrauen das meine Werte andere sind, als die der Menschen die tatsächlich sinnlose Sachbeschädigung begehen, auch wenn ich die Wut verstehen kann die hinter einer solchen Aktion steckt.
Die Wut kommt aus dem innersten.
Wut auf die Gesellschaft, welche viel zu lange einfach nur zugesehen hat und uns nicht zur Seite stand.
Wut auf den Staat, weil Gesetze erlassen wurden, welche uns und unsere Freunde enorm einschränkte oder wieder in ihrer Heimatländer zurück geschickt haben, obwohl sie seit über 10 Jahren hier leben.
Wut auf Beamte welche in der Vergangenheit und Gegenwart ihr Amt missbrauchten und Freund*innen umgebracht oder misshandelt haben. Wut auf Gefängnisse, die absolut keine Verbesserung der Umstände schaffen.
Denn jemand der kein Geld für Nahrungsmittel hat, hat auch kein Geld für Geldstrafen.
Wo liegt da der Sinn die Person ins Gefängnis zu stecken und eher Steuergeld raus zu schmeißen statt Ursachen der Armut zu bekämpfen?
Es hat sich eine Menge Wut angestaut, doch diese findet einen Kanal. wir wollen gutes tun um gegen die Missstände an zu kämpfen.
Wir wollen eine solidarische Gemeinschaft schaffen, so wie Sie alle, die heute hier stehen.
Unsere Kämpfe sind die gleichen, heißt die Organisation auch anders.
Sie sind heute hier für Demokratie und Menschenrechte, aber auch gegen die Nazis der AfD.
Das macht Sie zu Antifaschist*innen wie uns!
Hier und heute muss die Mauer zwischen der zivilen Gesellschaft und klar benannten antifaschistischen Strukturen eingerissen werden.
Unsere Kämpfe müssen sich verbinden!
Unsere Solidarität muss sich ausbreiten!
Unsere Kräfte müssen uns vereinen, seien auch einige Ansichten anders.
Wir müssen die Vergangenheit heute hinter uns lassen.
Wir müssen zusammenstehen, egal ob FFF, die Katholische Kirche, SPD oder die Stadt Winsen Luhe selbst.
Es geht um die Zukunft von uns allen!
Nur gemeinsam ist sie formbar!
Nur gemeinsam können wir das Ziel einer solidarischen Gesellschaft erreichen!
Wir können nicht länger zusehen, wenn Nazis bereits unsere Kinder zum Hass erziehen und Hakenkreuze in Klassenchats verschickt werden.




