#WL2701

Winsen es war uns ein Fest! Über 2000 Menschen waren am letzten Samstag auf der Straße. Doch aufhören dürfen wir jetzt nicht! 

Am Sonntag um 15 Uhr geht es in die zweite Runde!

Hier unsere Rede zur vergangenen Demo:

Wir stehen heute hier, weil wir einen gemeinsamen Feind haben. Einen Feind, welchen antifaschistische Gruppen schon seit Jahren anprangern & wir sind froh, das sie diesen erkannt haben. Wir sind froh dass wir heute hier sein dürfen um zusammen diesem Feind zu zeigen das Zusammenhalt der Gesellschaft und Solidarität eine Waffe gegen den Hass und die Hetze der AFD sind. Ich bin überaus froh darüber, das wir als antifaschistische Organisation zu dieser Demo eingeladen wurden und eine Rede halten dürfen, denn das ist in vielen Teilen Deutschlands leider immernoch nicht selbstverständlich. Das kommt daher das viele mit „der Antifa“ nichts zutun haben wollen und ich würde lügen wenn ich sage, ich könnte es nicht verstehen. Wenn die Menschen an Antifa denken, denken sie häufig an Krawalle zum 1.Mai, G20 oder auch Leipzig.

Schwarz vermummte Menschen sieht man vor seinen Augen, welche die Polizei angreifen oder Barrikaden in Brand stecken. Das sind Bilder welche immer zu durchs Netz wandern oder im Fernsehen zu sehen sind. 

Allerdings ist „Antifa“ bloß die Abkürzung für Antifaschismus. 

Und alle antifaschistischen Menschen auf diese Ausschreitungen zu reduzieren finde ich falsch. Denn sie, die hier heute stehen und sich gegen den Rechtsruck und für Menschenrechte und Würde grade machen sind nichts anderes als Antifaschist*innen. 

Ich glaube nicht dass die Mitglieder der hier anwesenden SPD, Grünen und FDP hinter all dem stehen, was die Parteien im Bundestag veranstalten. 

Ich vertraue darauf, das die Werte in dieser Stadt anders verteilt sind, als die der Parteien und Politiker im Bundestag.

Und genau so können auch sie darauf vertrauen das meine Werte andere sind, als die der Menschen die tatsächlich sinnlose Sachbeschädigung begehen, auch wenn ich die Wut verstehen kann die hinter einer solchen Aktion steckt. 

Die Wut kommt aus dem innersten. 

Wut auf die Gesellschaft, welche viel zu lange einfach nur zugesehen hat und uns nicht zur Seite stand. 

Wut auf den Staat, weil Gesetze erlassen wurden, welche uns und unsere Freunde enorm einschränkte oder wieder in ihrer Heimatländer zurück geschickt haben, obwohl sie seit über 10 Jahren hier leben. 

Wut auf Beamte welche in der Vergangenheit und Gegenwart ihr Amt missbrauchten und Freund*innen umgebracht oder misshandelt haben. Wut auf Gefängnisse, die absolut keine Verbesserung der Umstände schaffen. 

Denn jemand der kein Geld für Nahrungsmittel hat, hat auch kein Geld für Geldstrafen. 

Wo liegt da der Sinn die Person ins Gefängnis zu stecken und eher Steuergeld raus zu schmeißen statt Ursachen der Armut zu bekämpfen?

Es hat sich eine Menge Wut angestaut, doch diese findet einen Kanal. wir wollen gutes tun um gegen die Missstände an zu kämpfen. 

Wir wollen eine solidarische Gemeinschaft schaffen, so wie Sie alle, die heute hier stehen.

Unsere Kämpfe sind die gleichen, heißt die Organisation auch anders. 

Sie sind heute hier für Demokratie und Menschenrechte, aber auch gegen die Nazis der AfD. 

Das macht Sie zu Antifaschist*innen wie uns! 

Hier und heute muss die Mauer zwischen der zivilen Gesellschaft und klar benannten antifaschistischen Strukturen eingerissen werden.

Unsere Kämpfe müssen sich verbinden! 

Unsere Solidarität muss sich ausbreiten! 

Unsere Kräfte müssen uns vereinen, seien auch einige Ansichten anders.

Wir müssen die Vergangenheit heute hinter uns lassen. 

Wir müssen zusammenstehen, egal ob FFF, die Katholische Kirche, SPD oder die Stadt Winsen Luhe selbst.

Es geht um die Zukunft von uns allen! 

Nur gemeinsam ist sie formbar! 

Nur gemeinsam können wir das Ziel einer solidarischen Gesellschaft erreichen! 

Wir können nicht länger zusehen, wenn Nazis bereits unsere Kinder zum Hass erziehen und Hakenkreuze in Klassenchats verschickt werden.

Unsere Rede vom CSD

Liebe Genossinnen und Genossen, wir stehen heute hier zusammen, weil uns die bittere Realität bekannt ist: Der Faschismus erhebt wieder sein hässliches Haupt, und die Menschen, die am meisten darunter leiden, sind die, die ohnehin am Rand unserer Gesellschaft stehen – die queeren Menschen, unsere LGBTQIA*-
Geschwister. Während die Herrschenden ihre Macht zementieren und den Boden für eine autoritäre Zukunft bereiten, sind es die marginalisierten Gemeinschaften, die als erste ins Visier geraten.

Queere Menschen wurden schon immer als
Bedrohung für die patriarchalischen, heteronormativen Strukturen dieser Gesellschaft gesehen. In Zeiten des Faschismus wird diese Bedrohung ins Absurde gesteigert. Die Existenz queerer Menschen wird pathologisiert, kriminalisiert und dämonisiert. Sie werden zur Zielscheibe von Hass und Gewalt, weil ihre bloße Existenz den repressiven Idealen von Nation und „Tradition“ widerspricht.

Doch wir dürfen nicht vergessen, dass der Hass auf queere Menschen nicht nur von den offen faschistischen Kräften ausgeht, sondern auch von den sogenannten
»gemäßigten« Teilen der Gesellschaft.
Diese Kräfte mögen weniger lautstark sein, aber ihr Schweigen und ihre Komplizenschaft sind ebenso gefährlich.
Es sind dieselben Kräfte, die Gesetze erlassen, die queere Existenzen unsichtbar machen sollen, medizinische Versorgung verwehren und queere Lebensweisen als „unnatürlich“ brandmarken.

Der Faschismus braucht Feindbilder. Er gedeiht, indem er Hass schürt und Angst sät. Heute sind queere Menschen eines dieser Feindbilder. Aber dieser Angriff richtet sich nicht nur gegen einzelne Menschen oder Gruppen – er ist ein Angriff auf die Vielfalt, auf die Freiheit, auf das Recht, anders zu sein. Es ist ein Angriff auf alles, was nicht in die engen, zerstörerischen Definitionen der faschistischen Ideologie passt. Faschismus ist nicht der einzige Feind der Vielfalt, dem wir uns in diesen Tagen stellen müssen.

Auch der wachsende Islamismus, der sich ebenso auf reaktionäre Ideologien stützt, stellt eine Bedrohung für die Freiheit und die queere Gemeinschaft dar. Beide, Faschismus und Islamismus, versuchen, eine strikte Ordnung zu erzwingen, die auf patriarchalen und heteronormativen Werten basiert. Sie beide setzen auf die Dämonisierung und Unterdrückung von allem, was nicht in ihre autoritären Vorstellungen passt – und hier überschneiden sich ihre Ideologien.

Sie sind sich ähnlicher, als sie selbst es zugeben würden, denn beide Ideologien nutzen Angst und Hass als Werkzeuge, um ihre Macht zu festigen und ihre Herrschaft zu legitimieren. Es ist wichtig, dass wir hier eine klare Unterscheidung treffen.
Während wir gegen den Islamismus kämpfen, dürfen wir nicht in die Falle tappen, rassistische Narrative zu befeuern, die allzu oft in der sogenannten Mitte der Gesellschaft verbreitet sind.
Unsere Kritik muss immer präzise und gerecht sein.

Sie muss sich gegen die Ideologien richten, nicht gegen Menschen aufgrund ihrer Herkunft oder ihres Glaubens. Wir dürfen nicht zulassen, dass der berechtigte Kampf gegen eine Form der Unterdrückung missbraucht wird, um eine andere Form der Unterdrückung zu legitimieren.
Lasst uns nicht vergessen: Der Kampf gegen den Faschismus ist immer auch ein Kampf gegen alle Formen von Extremismus, die Vielfalt und Freiheit bedrohen.

Unsere Solidarität darf kein
Lippenbekenntnis sein. Wir müssen uns klar gegen jede Form von Unterdrückung stellen, egal ob sie von Nazis, von islamistischen Kräften, von der Regierung oder von der Gesellschaft als Ganzes ausgeht.
Wir dürfen uns nicht spalten lassen. Wir dürfen nicht zulassen, dass die Mächtigen uns gegeneinander ausspielen. Der Angriff auf queere Menschen ist ein Angriff auf uns alle.

ES IST UNSERE PFLICHT, UNS DIESEM HASS ENTGEGENZUSTELLEN –
MIT ALLER
ENTSCHLOSSENHEIT, MIT ALL UNSERER KRAFT!

„Hitler war ein Kommunist“

Alice Weidels Aussage im Gespräch mit Elon Musk, Hitler als Kommunisten zu bezeichnen, ist eine problematische Verzerrung der Geschichte. Es ist eine Beleidigung für den Kommunismus, indem sie eine Ideologie, die auf sozialer Gerechtigkeit und Arbeiterrechten basiert, mit einem autoritären Regime gleichsetzt, das Massenmord und Rassismus propagierte. Gleichzeitig verharmlost diese Behauptung den Nationalsozialismus.Dies tut sie, indem sie die klare und abscheuliche Grundlage seiner Ideologie, die auf Faschismus, Nationalismus und Rassentheorie beruhte, verwischt. Solche Aussagen tragen zur Verfälschung der historischen Realität bei und behindern das Verständnis für die tatsächlichen Gräueltaten des NS-Regimes. Außerdem zeigt es nur einmal mehr, wie die AfD versucht alles Rechte auf links zu drehen.Frei nach dem Motto „Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: < Ich bin der Faschismus> Nein, er wird sagen: „.
Die Barriere des Sagbaren wird dadurch immer weiter aufgebrochen. Es macht uns wahnsinnig fassungslos, dass mehr als 20% der Meinung sind, dass Weidel eine gute Kanzlerin sei. Deswegen noch einmal unser Appel an alle: Kommt am 11.01. nach RIESA den Parteitag stören, am 16.01. nach Hamburg, um Alice Weidel keine Platform zu bieten und am 22.02. nach Winsen Luhe.