Alice Weidels Aussage im Gespräch mit Elon Musk, Hitler als Kommunisten zu bezeichnen, ist eine problematische Verzerrung der Geschichte. Es ist eine Beleidigung für den Kommunismus, indem sie eine Ideologie, die auf sozialer Gerechtigkeit und Arbeiterrechten basiert, mit einem autoritären Regime gleichsetzt, das Massenmord und Rassismus propagierte. Gleichzeitig verharmlost diese Behauptung den Nationalsozialismus.Dies tut sie, indem sie die klare und abscheuliche Grundlage seiner Ideologie, die auf Faschismus, Nationalismus und Rassentheorie beruhte, verwischt. Solche Aussagen tragen zur Verfälschung der historischen Realität bei und behindern das Verständnis für die tatsächlichen Gräueltaten des NS-Regimes. Außerdem zeigt es nur einmal mehr, wie die AfD versucht alles Rechte auf links zu drehen.Frei nach dem Motto „Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: < Ich bin der Faschismus> Nein, er wird sagen: „.
Die Barriere des Sagbaren wird dadurch immer weiter aufgebrochen. Es macht uns wahnsinnig fassungslos, dass mehr als 20% der Meinung sind, dass Weidel eine gute Kanzlerin sei. Deswegen noch einmal unser Appel an alle: Kommt am 11.01. nach RIESA den Parteitag stören, am 16.01. nach Hamburg, um Alice Weidel keine Platform zu bieten und am 22.02. nach Winsen Luhe.
Rechtsruck bei der Europawahl

Die vorläufigen Ergebnisse zur Europawahl sind erschreckend. In Frankreich wird das regierende Parlament aufgelöst und es gibt zeitnah Neuwahlen. Neuwahlen, in denen sich ein Staat für die faschistische und nationale RN oder für ein multikulturelles Europa entscheiden soll.
Aber um die faschistischen Schrecken zu beobachten, müssen wir gar nicht über imaginäre Grenzen schauen. Denn auch bei uns vor der Haustür fährt die AfD mit ca. 16 % Rekordwerte ein. Die AfD ist eine Partei, zu der schon viel gesagt wurde aber lange noch nicht genug! Eine Partei, die das Leben Alternativer, Linker, Muslimischer, Migrantischer und Frieden wollender Menschen bedroht, dürfen wir nicht einfach ohne etwas zu sagen eine solche Prozentzahl bei den Wahlen gewinnen lassen.
Der AfD Ortsverband in Winsen bedient sich an leeren Behauptungen auch gegenüber uns und den demokratischen Parteien, die unseren Demoaufruf unterstützen. Ich zitiere von Twitter: „Unter dem Deckmäntelchen des Antifaschismus sollen Menschen, die die schlechteste Regierung seit Bestehen der Bundesrepublik kritisieren, mundtot gemacht werden.“
Das ist schlicht und einfach eine Lüge. Wir machen keine kritischen Positionen mundtot. Wir sind doch selbst eine. Wir haben auch nichts gegen eine kritische Opposition. Wir haben etwas gegen Oppositionen, die flüchtenden Menschen Menschenrechte verwehren, Angst schüren, ohne das tatsächliche Problem anzugehen oder eine Religion als Feindbild haben.
Es wird immer Probleme geben. Politische Probleme und politische Probleme haben keine einfache Lösung, wenn sie überhaupt eine haben sollten. Das zu erkennen sollte der erste Schritt sein bevor man sich Politiker schimpft. Der Schritt fehlt nur eindeutig bei der AfD. Eine Partei, die es sich zur Aufgabe macht, vermeintliche einfache Lösungen für politische Probleme zu haben, gehört nicht in die Politik.
Eine Partei, die Migrantischen Menschen die Schuld am Versagen eines ganzen Staates gibt, darf nicht ihre Fantasien durchsetzen. Eine Partei, die aus Angst vor neuem, alles Neue verbietet, darf nicht Regieren. Eine Partei die Menschen, ihre Sexualität und ihr Geschlecht abspricht, darf nicht stärkste Partei bei Wahlen werden.
Solidarität mit den Streikenden

Antifa bleibt Landarbeit hat viele Definitionen, jede davon ist wichtig, für jede lohnt es sich zu kämpfen.
Antifaschismus ist mehr als nur gegen Nazis sein. Nazis sind ein Symptom des kapitalistischen Systems, welches bekämpft werden muss, aber im Vordergrund sollte der Kapitalismus und Klassenkampf stehen. Diese Kämpfe werden u.a. auf dem Land ausgetragen. Betrachten wir die zahlreichen Aufrufe von rechtsgerichteten Gruppen zum Streik, welche sonst für die AfD ihre Stimme erheben, dazu die AfD zum Thema Subventionskürzungen und wie die AfD politisch steht (in mehreren Bundesländern gesichert rechtsextrem).
All das zeigt uns: Antifaschismus bleibt Landarbeit.
Landarbeit trägt außerdem zum Umweltschutz bei, ein weiterer Kampf antifaschistischer Gruppen. Wenn Landwirte nicht zum Verkauf ihrer Ländereien gezwungen werden, weil sie zu wenig Geld haben, könnten Firmen wie RWE nicht Fuß fassen. RWE ist maßgeblich eine der großen Firmen die als Klimatreiber anzusehen sind, durch Kohleabbau und Verwertung. Durch den Verkauf von Ländereien hatte RWE leichtes Spiel 33 Dörfer weg zu baggern, eingeschlossen ein Dorf aus der Alt-römischen Zeit, welches unter der Erde gefunden wurde. Antifaschistische Gruppen aus Kommunen wie Lützerath setzen auf Landarbeit und betreiben sie selbst. Ohne Landarbeit fehlt vielen Menschen die Lebensgrundlage. Ohne Landwirtschaft ist unsere Gesellschaft und unser Leben nicht vorstellbar. Es braucht antifaschistisch organisierten Support, wir wollen etwas zurückgeben, gegenseitig stärken und gemeinsam für die richtigen Dinge einstehen.
Grade, wenn man sich zahlreiche Nazis-Proteste im Osten Deutschlands anschaut, welche durch Landwirte mit verhindert werden konnten durch Blockaden der Straßen mit Gülle o.ä.
Antifa bleibt Landarbeit, weil sich grade auf dem Land immer mehr neue Rechte ansiedeln. Sie haben hier größere Chancen sich in Dorfgemeinschaften zu etablieren und ihre Ideologien zu verbreiten.
Dies gilt es zu verhindern, auch hier: Antifa ist Landarbeit!
Immer wieder werden Autobahnen und Innenstädte lahmgelegt, teils bildliche Drohungen wie z.B. eine Ampel am Galgen installiert, Gülle vor Parteibüros abgeladen usw.
Wir solidarisieren uns mit den Landwirten, deren Antrieb die anstehenden Subventionskürzungen sind. Schließt euch an, zeigt Flagge, Banner, Transpi,…
Es handelt sich u.a. um einen antikapitalistischen Kampf, denn Landwirte sorgen für unsere tägliche Versorgung, nicht nur mit Lebensmitteln. Der Kampf geht gegen Großindustrien und Importprodukte. Steigende Grundstückspreise, Steuern, Angestellte sowie diverse Reparaturen wollen bezahlt werden, weshalb Landwirte auf jeden Euro angewiesen sind, damit sie Großkonzernen die Stirn bieten können.
Oftmals sind Landwirte gezwungen Grundstücke an Großkonzerne zu verkaufen, wie z.B. an RWE – ein noch größerer Klimatreiber, der enorme Schäden verursacht.
Immer wieder helfen Landwirte bei großen Katastrophen, blockieren Straßen damit Nazis nicht zu Demos kommen oder bieten Arbeitsplätze und Wohnraum für Asylsuchende. Jetzt müssen wir etwas zurückgeben!
Wie geht das? Stellt euch solidarisch an die Seite der Proteste, mit Schildern, Bannern oder auch mit Kaffee und Snacks. Fragt, wie wir helfen können.
Die ersten Nazis aus der AfD oder auch auf TikTok solidarisieren sich bereits. Obwohl sie sich klar gegen Subventionen aussprechen, bekommen sie Zuspruch. Sie eignen sich den Kampf an, obwohl sie den Landwirten sofort in den Rücken fallen, sollten sie gewählt werden. Durch die Aneignung des Kampfes werden die Umfragewerte der AfD steigen, Ideologien lassen sich leichter verbreiten, wodurch die Demokratie noch mehr in Gefahr gerät. Die Wut auf die Ampel ist berechtigt! Aber Nazis eine Bühne geben? Nein danke! Seit 1950 wurde Deutschland immer wieder abwechselnd von CDU und SPD angeführt. Beide haben berechtigte Wut auf die Straßen gebracht! Wir verstehen den Gedanken, dass die AfD einen frischen Wind bringen würde, sie ist allerdings mehr als gefährlich. Deshalb müssen wir zeigen, dass Antifa Landarbeit heißt, sich den Landwirten anschließt und sich solidarisiert. Wir können viel voneinander lernen, wir müssen dies nur erkennen und nutzen.
