Über uns

Die Gruppe Winsen Luhe Against Nazis stellt sich vor:

Wir, Winsen Luhe Against Nazis (WLAN), sind ein loser und altersübergreifender Zusammenschluss von Menschen aus Winsen und Umgebung, die sich als antikapitalistisch, queerfeministisch mit anarchistischen und kommunistischen Einflüssen.

Wir setzen uns aktiv für eine gerechte und diverse Gesellschaft ein. In Zeiten des Rechtsrucks stehen wir entschlossen gegen rechte Aktivitäten ein und bieten einen starken Gegenpol.

Wir setzen uns für Gleichberechtigung und soziale Gerechtigkeit ein und glauben an eine Welt, in der Vielfalt gefeiert wird. Gemeinsam kämpfen wir für eine Zukunft, in der alle Menschen gleich sind und Rassismus, Sexismus, Faschismus, Antisemitismus, Armut, Obdachlosigkeit, Ableismus und Hierarchie keinen Platz haben!

Wir möchten uns lokal und zivilgesellschaftlich engagieren, unser Umfeld mitgestalten und Winsen zu einem lebenswerten Ort für alle Menschen machen.

Unsere politischen Gegner*innen:

Unsere politischen Gegner*innnen sehen wir in Anhänger*innen fundamentalistischer Religionen wie z. B. Islamist*innen. Außerdem stellen wir uns entschlossen Rassist*innen, Faschist*innen, Sexist*innen so wie Nationalist*innen entgegen und dulden keine Diskriminierung.

Unser Wirken:

  1. Aufklärungsarbeit: Wir setzen uns aktiv dafür ein, Wissen und Informationen zu verbreiten, um ein besseres Verständnis für gesellschaftliche Themen zu fördern. Bildung ist der Schlüssel zu Veränderungen.
  2. Politische Präsenz zeigen: Unsere Gruppe ist sichtbar und aktiv in der lokalpolitischen Landschaft. Wir nehmen an Diskussionen, Veranstaltungen und Protesten teil, um unsere Stimme zu erheben und für unsere Werte einzutreten.
  3. Stände aufbauen: Durch Informationsstände und öffentliche Veranstaltungen schaffen wir Plattformen für den Austausch mit den Winsener Bürger*innen. Hier bieten wir Raum für Gespräche, Fragen und das Teilen von Ideen.
  4. Vorurteile aufbrechen: Wir wollen bestehende Vorurteile und Stereotypen hinterfragen und beseitigen. Durch Dialog und Aufklärung möchten wir Brücken bauen und das Verständnis füreinander/ das Miteinander fördern.
  5. Bürgernahe Arbeit: Unser Handeln ist stets bürgernah und orientiert sich an den Bedürfnissen der Menschen. Wir hören zu, nehmen Anliegen ernst und arbeiten gemeinsam an Lösungen.
  6. Hemmungen abbauen: Wir streben danach, Berührungsängste abzubauen und eine offene Atmosphäre zu schaffen, in der sich alle willkommen fühlen. Jeder soll die Möglichkeit haben, aktiv an Veränderungsprozessen in seinem Umfeld teilzunehmen.

Gemeinsam setzen wir uns für eine engagierte und inklusive Gesellschaft ein, in der jede Stimme zählt. Deshalb arbeiten wir mit (fast) allen Gruppen zusammen, mit denen wir auf einen kleinen gemeinsamen Nenner kommen. Wir halten uns von szenetypischer Spaltung fern, um uns als Gesellschaft wieder zu verbinden, statt uns voneinander abzuwenden.

Wir tragen unsere Ziele mit Nachdruck und Klarheit nach außen, selbst wenn wir auf Gegenwind stoßen.

Einige unserer Ziele sind radikal links geprägt, doch der bürgerliche Konsens bleibt unser oberstes Gebot. Wir sind hier, um eine starke Stimme zu sein, die den Wandel forciert, während wir gleichzeitig die Bedürfnisse und Anliegen der Bürger*innen in den Mittelpunkt stellen. Gemeinsam kämpfen wir für eine gerechtere Zukunft!

So handeln wir:

Wir wollen für Alle da sein, eine breite Zielgruppe ansprechen und mit unseren Aktionen einen großen Anteil der Bevölkerung erreichen. Deshalb treten wir nach außen unterschiedlich auf: Für bürgerliche Aufrufe und Plakate wählen wir andere Layouts und Logos als auf Instagram, wo vor allem die linke Szene aktiv unser Schaffen verfolgt. Damit wollen wir ein möglichst breites Spektrum ansprechen. Außerdem wollen wir von szenetypischen Begriffen absehen oder diese im Kontext klar definieren, um barrierearm und inklusiv zu sein.

Wir solidarisieren uns mit radikalen Aktionsformen, die dazu beitragen auf Missstände und Diskriminierung aufmerksam zu machen.

Wir als Gruppe halten uns von illegalen Aktivitäten fern, können aber den Impuls von bestimmten Aktionen anderer Menschen nachvollziehen und distanzieren uns nicht von ihnen.

Unsere Sticker werden auf jeder Demonstration und Kundgebung verteilt, weshalb wir nicht für eventuell entstehende Sachschäden verantwortlich sind/haften.

Wir distanzieren uns von Verbrechen, die das Leben von Privatpersonen einschränken oder bedrohen.

Wie definieren wir uns?

Antifaschistisch: ANTIFA ist weder eine Jugendkultur, noch ein übergeordneter Verband nach dessen Ausrichtung einzelne Gruppen arbeiten. Antifa ist die Abkürzung für Antifaschismus und Antifaschistische Aktion. Antifaschismus bezeichnet die politische Haltung sich gegen faschistische Strukturen und Ideologien zu wenden und zu arbeiten. Antifaschistische Arbeit spiegelt sich in unterschiedlichster Art und Weise wieder. Dazu gehört Aufklärungsarbeit, Öffentliche Gegenwehr, zivilgesellschaftliche Veranstaltung und Diskurs. Antifaschismus ist nicht gleichzusetzen mit Linksextremismus, da hier unterschieden werden muss zwischen autonomen Aktionsgruppen – welche Gewalt gegen Menschen und Sachen befürworten – und zivilgesellschaftlichen Engagement – welches sich gegen die Spaltung der Gesellschaft, Diskriminierung und Ausgrenzung ausspricht.

Antikapitalistisch:Antikapitalismus bezeichnet unsere politische Haltung, die sich gegen das kapitalistische Wirtschaftssystem richtet. Kapitalismus basiert auf der freien Marktwirtschaft, auf privatem Eigentum und dem Streben nach Profitmaximierung. Wir als Antikapitalist*innen kritisieren diese Prinzipien aus sozialen, ökologischen oder ethischen Gründen und fordern die Befreiung der Bevölkerung hin zu einem Wirtschafts- und Gesellschaftsmodell, das gerechter, nachhaltiger und solidarischer ist. Kapitalismus hat soziale Ungleichheit, Ausbeutung und Umweltschäden zur Folge. Dies führt zu Unzufriedenheit in der Bevölkerung und trägt zur Verbreitung rechter Ideologien bei. Wir betreiben an Einzelpersonen keine Konsumkritik, versuchen aber antikapitalistisch & bewusst zu konsumieren.

Queerfeminismus: Der Queerfeminismus ist eine intersektionale politische Theorie und Bewegung, die feministische und queere Perspektiven miteinander verbindet. Er hinterfragt traditionelle Geschlechterrollen, -normen und -identitäten und setzt sich für die Rechte von Frauen, trans* und nicht-binären Personen sowie anderen marginalisierten Geschlechtern und sexuellen Orientierungen ein. Queerfeminismus kritisiert nicht nur patriarchale Strukturen, sondern auch die heteronormativen Annahmen, die in unserer Gesellschaft in Bezug auf Geschlecht und Sexualität verbreitet sind. Dabei wird oft betont, dass Diskriminierung nicht nur auf Basis von Geschlecht und Sexualität stattfindet, sondern auch durch andere Faktoren wie Klasse, ethnischer Zugehörigkeit und Herkunft verstärkt wird, was zu einer intersektionalen Analyse führt.

Anarcho-Kommunismus: Wir als Anarchistische Kommunist*innen streben eine Gesellschaft ohne staatliche Autorität (Anarchie) und ohne private Eigentumsverhältnisse (Kommunismus) an. Im Zentrum steht die Idee, dass Produktionsmittel (Fabriken, Land, Ressourcen) gemeinschaftlich und kollektiv genutzt werden, ohne hierarchische Strukturen oder Marktmechanismen. Wir lehnen sowohl den kapitalistischen Markt als auch den Staatskapitalismus ab und fordern die Errichtung einer Gesellschaft, in der alle Menschen gleichberechtigt und ohne Ausbeutung miteinander leben und arbeiten. Diese Gesellschaft basiert auf freiwilliger Kooperation, Selbstverwaltung und solidarischen Prinzipien. In einer anarcho-kommunistischen Gesellschaft gibt es keine zentralisierte Regierung oder private Unternehmen, sondern lokale, demokratische Gemeinschaften, die durch direkte Demokratie und dezentralisierte Entscheidungsprozesse organisiert sind. Das Ziel ist die Schaffung einer egalitären Gesellschaft, in der Wohlstand und Ressourcen gerecht verteilt werden und alle Formen von Herrschaft und Unterdrückung überwunden sind.

Nah-Ost: Wir stellen uns auf die Seite der Betroffenen von Rassismus und Antisemitismus und halten uns fern von propagandistischer Aufladung und Whataboutism des Themas. Wir nehmen die Notwendigkeit eines jüdischen Staates an. Israel-Kritik verstehen wir erst dann als antisemitisch, wenn dadurch tatsächlich Diskriminierung am jüdischen Leben vollzogen und gemeint ist, jedoch nicht, wenn das Vorgehen des Staates Israel mit dem Staat Palästina kritisiert wird. Wir stehen außerdem für eine Zwei-Staaten-Lösung sowie für die Befreiung Palästinas von der Hamas. Islamist*innen sind keine Freiheitskämpfer*innen.

Gendern: Wir als Gruppe gendern, wann immer es uns möglich ist mit „*“, da wir alle Geschlechter ansprechen möchten. Die geschlechtergerechte Sprache spricht alle Geschlechter an. Sie ist ein wichtiger Baustein, um die im Grundgesetz verankerte Gleichbehandlung der Geschlechter und die Gleichberechtigung aller Menschen zu unterstützen. Der Wandel unserer Sprache und die Nutzung geschlechtergerechten Sprache sind wichtige Aspekte, um Benachteiligungen und diskriminierende Rollenvorstellungen zu überwinden. Sprache schafft Wirklichkeit. Wer sprachlich nicht repräsentiert wird, wird auch nicht wahrgenommen. Durch die alleinige Verwendung des generischen Maskulinums (d. h. der männlichen Form) werden andere Geschlechtsidentitäten nicht gesehen. Wird hingegen gegendert, werden Frauen und weitere Geschlechter gedanklich mit einbezogen und es entstehen nicht nur Bilder von Männern, sondern auch von Frauen oder anderen Geschlechtern vor dem inneren Auge. So wird mit Gender-Stereotypen gebrochen. Genderzeichen zu verwenden, bedeutet, sich politisch zu positionieren und mit all jenen solidarisch zu erklären, die eine neue, emanzipative Geschlechterordnung leben. Es ist uns nicht wichtig, ob Gruppen oder Einzelpersonen, mit denen wir zusammenarbeiten, gendern. Wir sind der Auffassung, dass niemand zu etwas gezwungen werden sollte.

 

Gegen jede Repression: Repressionsstrukturen sind eines der offensichtlichsten Merkmale von Herrschaftssystemen. Politisch aktive Gruppen werden vom Staat/den Herrschenden oft als bedrohlich oder störend wahrgenommen und geraten unter massive Repression. Gegen Demonstrant*innen werden Arreste, Strafen und Strafverfahren verhängt. Häufig sind Aktivist*innen unverhältnismäßiger polizeilicher Gewalt ausgesetzt. Wir stellen uns gegen diesen Repressionsapparat. Wer sich politisch engagiert, sollte dies ausüben dürfen, ohne dabei von staatlicher Seite gehindert zu werden. Ein offensiver Umgang mit Repression ist notwendig. Der staatliche Repressionsapparat muss kritisiert werden, da er die herrschenden Verhältnisse mitproduziert und stabilisiert.

Parteiarbeit: Als Gruppe üben wir Kritik an den demokratischen Parteien auf Bundesebene, insbesondere wenn sie unsere Werte nicht ausreichend vertreten oder dringende gesellschaftliche Veränderungen verschleppen. Dennoch streben wir den Dialog und die Zusammenarbeit mit lokalen Parteigruppen an – sofern unsere Grundwerte in der Sache übereinstimmen.

Wir ermutigen die Mitglieder, sich aktiv und kritisch in politische Prozesse einzubringen, sich mit ihren Parteien auseinander zu setzen, Einfluss zu nehmen und demokratische Strukturen positiv zu verändern. Eine Zusammenarbeit mit rechtsextremen Parteien schließen wir grundsätzlich aus.

Um politische Veränderungen nachhaltig auf lokaler Ebene durch zu bringen, ist ein kritisches, reflektiertes und konstruktives Verhältnis notwendig.

Kontakt:

@antifawinsen

wlan161(at)riseup(dot)NET