Kein Vergeben – Kein Vergessen 09. – 10. November 1938

Am 10. November 2024 waren wir, gemeinsam mit einigen Bürger*innen aus Winsen, Stolpersteine putzen um den Opfern des Nationalsozialismus aus Winsen und ganz Deutschland zu gedenken.

In Gedenken an:
Bernhard und Elsa Stern
Ernst Meincke
Gerd Horwitz
Ursula Horwitz
Werner Horwitz
Emma Horwitz
Sara Horwitz
Helene Behrens
Amalie Bernstein

Unser Redebeitrag vom heutigen Mahngang:

“Liebe Mitmenschen,

Stolpersteine sind mehr als nur kleine Gedenktafeln im Boden – sie sind Mahnmale, die uns an die Opfer des Nationalsozialismus erinnern und uns dazu aufrufen, die Geschichte nicht zu vergessen. Sie stehen an den letzten freiwilligen Wohnorten von Jüdinnen und Juden, Sinti und Sintiza, Romnija und Roma, politisch Verfolgten und anderen Opfern des NS-Regimes. Diese unscheinbaren Steine mahnen uns, dass Unrecht nicht vergessen werden darf und dass wir als Gesellschaft eine Verantwortung tragen, gegen Antisemitismus, Rassismus und jede Form der Diskriminierung einzutreten.

Jeder Stolperstein erzählt eine Geschichte, die uns herausfordert, die Vergangenheit zu reflektieren und daraus Lehren für die Zukunft zu ziehen. Sie sind nicht nur ein Zeichen des Gedenkens, sondern auch ein Aufruf zur aktiven Erinnerung und zur Bewahrung von Menschlichkeit in einer Welt, die immer wieder Gefahr läuft, diese Werte zu verlieren.

Lasst uns die Stolpersteine nicht nur als Teil der Geschichte begreifen, sondern als Teil unseres täglichen Kampfes für eine gerechte und freie Gesellschaft. Denn Gedenken ist nicht nur eine Pflicht, sondern eine Verantwortung, die uns heute mehr denn je fordert.”