

Helene Behrens
Übersicht:
Geboren: 8. Mai 1888 in Winsen
Deportiert: 03. Dezember 1941
Gestorben vermutlich auf dem Transport nach Riga im Dezember 1941 (53 Jahre)
Helene Behrens war anscheinend eine sehr lebenslustige, spontane und gesellige Frau.
Sie arbeitete als Kassiererin und wohnte mit ihrem Bruder Louis zusammen in ihrem Elternhaus in der Bahnhofstraße (damals Adolf-Hitler-Straße) 46.
Sie und ihr Bruder waren die einzigen alt eingesessenen Juden in Winsen.
Helene blieb im Elternhaus wohnen, Louis wanderte noch vor Beginn des Krieges nach Palästina aus.
Mit in Helene Behrens Haus war auch ein kleiner Laden, den sie vermietete.
Als dann der Krieg begann, wurde sie dienstverpflichtet.
Sie verlor ihren Job als Kassiererin und musste stattdessen Waren bei Düsenberg und Harms einpacken.
Am 2. Dezember 1941 erreichte sie der Deportationsbefehl.
Helene Behrens verstand dessen Bedeutung
sehr gut.
Sie verschenkte ihren gesamten Besitz und ging noch zu einer bekannten Familie um jedem Kind fünf Pfennige zu geben.
Nur einen Tag später, am 03. Dezember 1941
wurde sie mit anderen Juden zum Bahnhof und von dort zur Sammelstelle nach Hamburg gefahren.
Im Logenhaus an der Moorweide in der Nähe des Dammtor Bahnhofs wurde sie zusammen mit hunderten anderen Juden zusammengepfercht, ehe sie in Viehwaggons innerhalb von vier Tagen nach Riga transportiert wurden.
Sie ist vermutlich schon auf dem Transport dort hin mit nur 53 Jahren verstorben.
Sie scheint eine freundliche, beliebte und großzügige Frau gewesen zu sein, die niemandem etwas Böses wollte.
Selbst ihren letzten Tag in Freiheit hat sie noch genutzt, um etwas Gutes zu tun.
Grundloser Hass und Hetze haben ihr die Chance auf ein schönes restliches Leben genommen.
Wir müssen alle zusammen dafür sorgen, dass es nie wieder so weit kommen wird!
Kein Vergeben – Kein Vergessen!
In Gedenken an Helene Behrens. ✡️
