AfD Winsen, das steckt dahinter – Wirtschaft & Handwerk

„Lokale Unternehmen, Handwerker und der Mittelstand sind das Rückgrat unserer Stadt. Weniger Bürokratie, faire Vergabe von Aufträgen und eine Verwaltung, die als Partner agiert – nicht als Hindernis. Winsener Betriebe verdienen echten Rückenwind.“

Beim fünften Punkt des AfD Winsen Programms behauptet die AfD, sie wolle „Wirtschaft und Handwerk stärken“. Doch wie bei allen vorherigen Punkten zeigt sich sofort, dass auch hinter dieser Formulierung keinerlei Konzept steckt. Die AfD Winsen nennt keine einzige konkrete Maßnahme, wie sie lokale Betriebe unterstützen, wie sie Ausbildungsplätze sichern oder wie sie die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Winsen verbessern möchte. Es bleibt bei einer Überschrift ohne Inhalt, ohne Strategie, ohne jede Substanz dahinter.

Das zentrale Problem ist: Wirtschaftsförderung ist ein komplexes Feld. Es umfasst Gewerbeflächenentwicklung, Fachkräftesicherung, Digitalisierung, Verkehrsanbindung, Energiepreise, Bürokratieabbau, Förderprogramme, Zusammenarbeit mit Schulen und Berufsschulen, Unterstützung von Gründungen und vieles mehr. Die AfD Winsen geht auf keinen dieser Punkte in ihrem Programm ein. Sie sagt nicht, wie sie Handwerksbetriebe entlasten will, wie sie die duale Ausbildung stärken möchte oder wie sie die lokale Wirtschaft stabiler machen will. Sie sagt nicht einmal, welche Probleme sie überhaupt sieht. Es gibt keine Analyse, keine Zahlen, keine Prioritäten. Nur die Behauptung: „Wir stärken Wirtschaft und Handwerk.“ Wie das gesehen soll bleibt völlig offen.

Hinzu kommt, dass die AfD auch auf Landes- und Bundesebene genau jene Instrumente ablehnt, die Wirtschaft und Handwerk tatsächlich helfen würden. Sie ist gegen staatliche Förderprogramme, gegen Innovationsförderung, gegen Investitionszuschüsse, gegen Programme zur Fachkräftegewinnung und gegen viele Formen der beruflichen Weiterbildung. Dies lässt sich im „positionspapier Wirtschaft“ der AfD‑Bundestagsfraktion nachlesen (Quelle: https://afdbundestag.de/wp-content/uploads/2026/05/positionspapier_wirtschaft_20260520_din-a5_v4.0_DIGITALEDATEI.pdf).  

Gleichzeitig fordert die AfD Winsen weniger Bürokratie, ohne zu erklären, welche bürokratischen Regelungen sie konkret meint oder wie sie rechtlich abgeschafft werden könnten. Die AfD Winsen übernimmt das bereits bekannte Muster der vorigen Punkte, Sie verspricht Unterstützung, lehnt aber die Werkzeuge ab, die Unterstützung überhaupt erst ermöglichen.

Besonders auffällig ist, dass die AfD Winsen keinerlei Bezug zu den realen wirtschaftlichen Herausforderungen in Winsen herstellt. Wie will sie mit dem Fachkräftemangel umgehen, der das Handwerk hier vor Ort in Winsen massiv belastet? Wie mit steigenden Energiepreisen? Wie mit der Digitalisierung, die viele kleine Betriebe überfordert? Wie mit der Frage, ob es genügend Gewerbeflächen gibt? Wie mit der Zusammenarbeit zwischen Schulen und Betrieben, die für Ausbildungsplätze entscheidend ist? Zu all diesen Fragen schweigt die AfD. Sie liefert keine Antworten, keine Ideen, keine Lösungsansätze.

Damit zeigt sich: Punkt 5 ist kein wirtschaftspolitisches Programm, sondern eine leere Behauptung. Die AfD Winsen versucht, sich als Anwältin des Handwerks darzustellen, ohne auch nur ein einziges konkretes Angebot zur Verbesserung zu machen. Sie verspricht Unterstützung, ohne zu sagen, wie diese Unterstützung aussehen soll. Sie behauptet, sie wolle die Wirtschaft stärken, lehnt aber die Maßnahmen ab, die Wirtschaft tatsächlich stärken. Das ist kein Konzept und keine gute Politik! Es wird weder den Handwerksbetrieben geholfen, noch lokalen Unternehmen.