Julia Gehrckens

Julia Gehrckens, hat bei der Gründung der Generation Deutschland bekannt gegeben, dass sie bei den Kommunalwahlen in Winsen an der Luhe für den Stadtrat kandidieren will. Doch wer ist sie eigentlich? Welches Netzwerk steht hinter G.? Welche Ideologie vertritt sie? 

G. Kommt aus dem Kreis Filder und ist 2024 aufgrund von Job Situationen nach Winsen gezogen, wo auch ihre Familie lebt. Auch in Filder hat sie sich schon für die AfD stark gemacht, aber nicht nur das. Sie ist auch Teil der rechtsextremen Frauen-Gruppierung “Lukreta”. Lukreta tritt offen antifeministisch auf und propagiert traditionelle Geschlechterrollen.

LGBTQIA+‑ und transfeindliche Positionen gehören zum Kern ihrer Ideologie.

Damit richtet sich das Netzwerk gegen zentrale demokratische Werte wie Gleichberechtigung, Selbstbestimmung und Vielfalt.

Lukreta steht außerdem in unmittelbarer Nähe zur Identitären Bewegung (kurz IB).

Die Identitäre Bewegung (IB) ist eine rechtsextreme, völkisch-nationalistische Gruppierung, die vor allem in Europa aktiv ist und sich durch ein modernes, jugendkulturelles Erscheinungsbild vom klassischen Neonazismus abzugrenzen versucht. Sie wird in Deutschland vom Verfassungsschutz beobachtet und als verfassungsfeindlich eingestuft. 

Die AfD hat allerdings eine Unvereinbarkeitserklärung zur IB. Komisch ist dann ja schon, dass die Lukreta-Gründerin Reinhild Boßdorf immer wieder auch ihre Mutter Irmhild zu großen Treffen einlädt, wo Martin Sellner (IB) und Boßdorf und eben auch Gehrckens aufeinander treffen. I. Boßdorf sitzt für die AfD im EU-Parlament und ist dort Teil der ESN Partei, worunter sich die Rechten und rechtsextremen Parteien der EU sammeln. Solche Treffen wie der Frauenkongress, bei dem warum auch immer, Sellner ebenfalls eingeladen war und geredet hat, werden immer wieder mit Steuergeldern der ESN bezahlt. 

Jüngst war Sellner, der ja eigentlich ein Einreiseverbot und Auftrittsverbot hatte (böser krimineller Ausländer 😉), auch im Bundestag, um einen Vortrag vor der AFD zu halten. 

Auch beim Potsdamer Treffen, bei dem CDU und AfD Abgeordnete teilgenommen haben, war die Identitäre Bewegung dabei. Wie viel Glauben kann man der Unvereinbarkeit also schenken?

Die neue AfD Kandidatin aus Winsen hat sehr deutlich große Kontakte in die rechtsextreme Szene. Auch bei Lukreta und AfD gibt es Mitglieder, die schon verurteilt wurden wegen Volksverhetzung. So zb Marie-Thérèse Kaiser aus dem Landkreis Rothenburg Wümme, deren Verurteilung erst 2023 geschah, die Teil von sowohl AfD als auch Lukreta ist, und damit auch guten Kontakt zu G. Pflegt. 

Zusammenfassend nochmal die Kontakte von Julia Gehrckens, die sich nach ein paar Stunden Google finden ließen: 

AfD (rechtsextremer Verdachtsfall und in NDS rechtsextrem eingestuft)

Generation Deutschland (rechtsextremer Verdachtsfall und unter Beobachtung)

Lukreta (gesichert rechtsextrem)

Marie-Thérèse Kaiser (AfD + Lukreta; verurteilt wegen Volksverhetzung) 

Reinhild Boßdorf (Lukreta +Afd)

Irmhild Boßdorf (ESN+AFD) 

ESN (Sammelbecken rechtsextremer europäischer Parteien im Europaparlament)

Identitäre Bewegung (gesichert rechtsextrem)

Martin Sellner (IB ; Einreise – und Auftrittsverbote in DE) 

Die Heimat (ehemals NPD)

Die Ferien Sachsen ( rechtsextreme Gruppierung aus Sachsen)

Da wundern wir uns garnicht darüber, dass sie Aussagen tätigt wie “elende K***ckenstadt” oder der Meinung ist, dass die Banken in den USA von Juden gelenkt werden. 

Abschließend ist hier die Frage zu klären, ob so jemand zu Winsen und in den Winsener Stadtrat gehört? Rechtsextreme Kontakte, rassistische Äußerungen, antisemitische Verschwörungstheorien, Mitgliedschaft bei völkisch-national rassistischen Gruppen. 

Nein danke. 

In Winsen ist kein Platz für Antisemiten, Rassisten und Faschisten

AfD Winsen, das steckt dahinter – Demokratie im Stadtrat

„AfD-Anträge in Winsen werden regelmäßig abgelehnt – unabhängig vom Inhalt. Ob Nisthilfen, Windkraft-Kritik oder Haushaltsvorschläge: Die Altparteien blockieren statt zu debattieren. Wir stehen für inhaltliche Arbeit statt Reflexablehnung.“

Der achte Punkt des AfD‑Winsen‑Programms trägt den Titel „Demokratie im Stadtrat“ Hier zeigt sich der größte Widerspruch des gesamten Programms. Die AfD Winsen behauptet, sie wolle „mehr Demokratie“, „mehr Transparenz“ und „mehr Mitbestimmung“. In der Realität tut sie jedoch das Gegenteil: Sie arbeitet mit falschen Behauptungen, verzerrten Darstellungen und Angriffen auf demokratische Initiativen, Ratsmitglieder und zivilgesellschaftliche Gruppen. Der Punkt wirkt wie ein Versuch, sich selbst als Verteidigerin der Demokratie darzustellen, obwohl die AfD bundesweit und in Niedersachsen vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestuft ist – ein Fakt, der demokratische Parteien und Initiativen zu erhöhter Wachsamkeit verpflichtet.

Besonders auffällig ist, dass die AfD Winsen den Begriff „Demokratie“ benutzt, um sich als Opfer darzustellen. Sie behauptet, andere Ratsfraktionen würden sie „ausgrenzen“, „übergehen“ oder „nicht ernst nehmen“. Dabei verschweigt sie, dass demokratische Parteien selbstverständlich keine Zusammenarbeit mit einer Partei eingehen, die laut Sicherheitsbehörden verfassungsfeindliche Positionen vertritt. Das ist kein „undemokratisches Verhalten“, sondern eine Schutzmaßnahme der Demokratie selbst. Die AfD Winsen versucht, diese notwendige Abgrenzung als „undemokratisch“ umzudeuten, ein rhetorischer Trick, der die tatsächlichen Gründe verschleiert.

Hinzu kommt, dass die AfD Winsen selbst kaum konstruktive Beiträge im Stadtrat liefert. Ihre Anträge sind häufig symbolpolitisch, sehr schlecht begründet und formuliert oder rechtlich nicht umsetzbar. Beispiele aus Winsen zeigen, dass die AfD Anträge stellt, die entweder keine Zuständigkeit der Stadt betreffen, auf falschen Annahmen beruhen oder lediglich dazu dienen, Aufmerksamkeit zu erzeugen. Wenn diese Anträge abgelehnt werden, spricht die AfD von „undemokratischem Verhalten“ – obwohl Ablehnung von inhaltlich schwachen oder rechtswidrigen Anträgen ein völlig normaler demokratischer Vorgang ist. Wenn ein dummer, sinnfreier oder fehlerhafter Antrag gestellt wird, ist doch klar, dass andere Parteien den Antrag ablehnen. 

Der Punkt „Demokratie im Stadtrat“ enthält zudem keine einzige konkrete Maßnahme, wie unsere Demokratie gestärkt werden soll. Der Hohn ist dann noch zu behaupten, dass sie für inhaltliche Arbeit steht, obwohl ihre Anträge völlig sinnfrei sind. 

Dies hat sich in der Vergangenheit z. B. an dem peinlichen Nistkasten-Antrag gezeigt, der im Wahlprogramm genannt wird. Der AfD‑Antrag wollte „Nisthilfen“ für Vogelarten schaffen, die angeblich durch Windkraftanlagen gefährdet seien – insbesondere Greifvögel wie Rotmilan, Schwarzstorch, Mäusebussard oder Seeadler. Schonmal einen Storch gesehen, der sich in einen winzigen Nistkasten zwängt?! Das war wohl nix. Nistkästen schützen keine Arten, die durch Windkraft betroffen sind. 

Zurück zum Kern. Die AfD liefert auch bei diesem Punkt erneut keine Vorschläge, keine Konzepte, keine Instrumente. Stattdessen bleibt sie bei allgemeinen Formulierungen, die gut klingen, aber nichts bedeuten. „Mehr Demokratie“ ist eine leere Behauptung, wenn man nicht sagt, wie man sie erreichen will.

Besonders problematisch daran ist auch, dass die AfD Winsen Demokratie oft nur dann einfordert, wenn sie ihr selbst nützt. Wenn demokratische Initiativen gegen Rechtsextremismus aktiv werden, bezeichnet die AfD diese als „linksextrem“. Wenn Jugendzentren mit Anti‑Nazis‑Gruppen kooperieren, spricht die AfD von „Ideologie“. Wenn Vereine oder Bürgerinitiativen klare Haltung gegen Rechtsextremismus zeigen, wirft die AfD ihnen „Politisierung“ vor. Das zeigt: Die AfD Winsen versteht Demokratie nicht als gemeinsame Verantwortung, sondern als Bühne für ihre eigenen politischen Märchen.

Damit ist Punkt 8 der deutlichste Beleg dafür, dass das AfD‑Winsen‑Programm nicht aus Lösungen besteht, sondern aus rhetorischen Kulissen. Die AfD Winsen behauptet, sie wolle Demokratie stärken, doch sie nennt keine Maßnahmen, ignoriert die eigenen rechtsextremen Einstufungen und versucht, demokratische Abgrenzung als „undemokratisch“ darzustellen. Wer echte Demokratie im Stadtrat will, braucht Transparenz, Zusammenarbeit, Respekt vor Fakten und klare Haltung gegen Extremismus. Die AfD Winsen bietet nichts davon.

AfD Winsen, das steckt dahinter – Haushalt entlasten – Brauchtum erhalten

„Steigende Kosten beim Faslam müssen zumindest teilweise refinanziert werden – ohne das Brauchtum abzuschaffen. Wir beantragen konkrete Einsparungen und sinnvolle Gegenfinanzierung statt pauschaler Ablehnung.“

…Der siebte Punkt des AfD‑Winsen‑Programms wirkt wie zwei völlig unterschiedliche Themen, die ohne Zusammenhang nebeneinandergestellt wurden: Haushaltsentlastung und Brauchtum. 

Schon das zeigt, dass es der AfD Winsen nicht um ein durchdachtes Konzept geht, sondern um Schlagworte, die möglichst viele Menschen emotional ansprechen sollen. Doch wie bei allen vorherigen Punkten, bleibt die Partei auch hier jede konkrete Erklärung schuldig. Weder sagt sie, wie der Haushalt entlastet werden soll, noch was sie unter Brauchtum versteht oder wie dieses erhalten werden soll, noch wie die beiden Dinge für sie zusammenhängen und was Brauchtum und Haushalt miteinander zu tun haben sollen. 

Beim Thema Haushalt fällt sofort auf: Die AfD Winsen nennt keine einzige Maßnahme, die tatsächlich zu einer Haushaltsentlastung führen würde. Sie sagt nicht, welche Ausgaben sie kürzen möchte, welche Einnahmen sie erhöhen will, welche Projekte sie streichen würde oder wie sie die finanzielle Lage der Stadt verbessern möchte. Kommunale Haushalte sind komplex – sie bestehen aus Pflichtaufgaben, gesetzlichen Vorgaben, langfristigen Verträgen und gebundenen Mitteln. Eine Entlastung ist nur möglich, wenn man klar benennt, wo man sparen will. Die AfD Winsen tut das nicht. Sie verspricht Entlastung, ohne zu sagen, wo sie ansetzen würde. Das ist keine Haushaltsplanung, sondern eine sehr leere Behauptung.

Hinzu kommt, dass die AfD auf Landes‑ und Bundesebene regelmäßig genau jene Programme ablehnt, die Kommunen finanziell entlasten würden: Förderprogramme, Investitionshilfen, Zuschüsse für Infrastruktur, Mittel für Klimaanpassung, Gelder für Digitalisierung, Unterstützung für Schulen und Kitas. Wenn man diese Programme ablehnt, bedeutet das für Kommunen wie Winsen nicht Entlastung, sondern zusätzliche Belastung. Die AfD Winsen schließt sich ihrer Parteiführung an. Sie verspricht Entlastung, lehnt aber die Instrumente ab, die Entlastung überhaupt erst ermöglichen. Sehr paradox und sinnfrei. 

Der zweite Teil des Punktes – „Brauchtum erhalten“ – ist genauso unkonkret. Die AfD Winsen sagt nicht, welches Brauchtum sie meint: Schützenvereine? Feuerwehrtraditionen? Stadtfeste? Kulturvereine? Historische Veranstaltungen? Oder geht es – wie bei der AfD oft – um eine ideologische Vorstellung von „deutscher Kultur“, die vor allem als Abgrenzung gegenüber Vielfalt dient? Die AfD Winsen lässt das bewusst offen. Sie sagt nur, dass Faslams-kosten refinanziert werden müssen. Nun ist es aber so, dass die Stadt Winsen keine Veranstaltungskosten für den Faslam zahlt und die Kosten somit den Haushalt der Stadt nicht belasten! 

Der Faslam in Winsen wird traditionell von Faslamvereinen getragen und organisiert. Damit hat die Stadt nichts zu tun. Die Vereine organisieren den Umzug, die Wagen, die Veranstaltungen, die Sicherheitskonzepte etc. Dies zu finanziewren ist Vereinsarbeit und hat mit der städtischen Politik und dem Haushalt NIX zu tun. Die Stadt nimmt beim Faslam-Umzug lediglich ihre kommunalen Pflichten wahr. Die Bereitstellung von Flächen, sie erteilt die Genehmigung für den Umzug und Ordnungsamt und Bauhof kümmern sich um die Absperrungen und die Verkehrssicherheit. 

Auch sonst fehlt bei dem Punkt jede konkrete Maßnahme. Es ist zunächst unklar, welches Brauchtum gemeint ist, dass erhalten werden soll. Das steht nirgends. Und dann stellt sich die Frage, wie will die AfD Brauchtum erhalten? Durch finanzielle Förderung? Durch organisatorische Unterstützung? Durch Kulturprogramme? Durch Zusammenarbeit mit Vereinen? Durch Stärkung der Ehrenamtsstrukturen? Sie sagt nichts davon. Es bleibt bei einer Überschrift, die gut klingt, aber keinerlei Inhalt hat.

Besonders auffällig ist, dass die AfD Winsen die beiden Themen – Haushalt und Brauchtum – miteinander verknüpft, ohne zu erklären, wie das funktionieren soll. Wenn man Brauchtum fördern will, kostet das

Geld. Wenn man den Haushalt entlasten will, muss man Ausgaben reduzieren. Die AfD Winsen behauptet beides gleichzeitig, das ist ein sehr offensichtlicher Widerspruch. Hält sie die Wähler:innen für so dumm, dass sie dies nicht erkennen? 

Damit ist Punkt 7 ein weiteres Beispiel für das Grundmuster des gesamten AfD‑Winsen‑Programms: große Worte, keine Substanz. Die AfD Winsen verspricht Entlastung, ohne zu sagen, wie sie diese erreichen will. Sie verspricht den Erhalt von Brauchtum, ohne zu erklären, was sie konkret tun möchte. Sie stellt zwei Themen nebeneinander, die sich widersprechen, und hofft, dass niemand nachfragt. Wer echte Haushaltsentlastung oder echte Kulturförderung will, braucht klare Konzepte, Zahlen und Maßnahmen. Die AfD Winsen bietet nichts davon. Sie bietet nur Schlagworte.

AfD Winsen, das steckt dahinter – Heimat & Natur – Pragmatisch schützen

„Wir schützen die einzigartige Mischung aus historischer Altstadt, Luhe-Aue und ländlichem Charakter. Konkrete Naturschutzmaßnahmen wie Nisthilfen statt reiner Symbolik. Weiteren Windkraftausbau im Stadtgebiet kritisch prüfen und vorerst stoppen – Belastungen für Anwohner und Landschaft haben Vorrang.“

Beim sechste Punkt ihres Programms spricht sich die AfD Winsen dafür aus, Heimat und Natur schützen. Doch wie bei allen vorherigen Punkten zeigt sich sofort, dass die AfD Winsen auch hier keinerlei Konzept hat. „Pragmatisch schützen“ ist eine leere Worthülse, die gut klingt, aber nichts bedeutet, solange keine Maßnahmen genannt werden. Und genau das passiert. Die AfD Winsen nennt keine einzige konkrete Idee, wie sie Natur, Umwelt oder Landschaft in Winsen tatsächlich schützen will.

Das beginnt schon damit, dass die AfD Winsen nicht erklärt, was sie unter „Heimat“ versteht. Meint sie kulturelle Angebote? Den Schutz von Vereinen? Den Erhalt von Landschaften? Den Ausbau von Treffpunkten? Oder geht es ihr um eine ideologische Abgrenzung, in dem der Begriff „Heimat“ vor allem als kulturelles Schlagwort gegen gesellschaftliche Vielfalt eingesetzt wird? Die AfD Winsen lässt das bewusst offen. Das ermöglicht es ihr, den Begriff je nach Publikum anders zu füllen, ohne sich festlegen zu müssen.

Sie nennt keine einzige Idee, sie die sogenannte „Heimat“ schützen möchte. Wie soll der Schutz aussehen? Was soll wie wovor geschützt werden? Das steht nirgends und bleibt wohl ihr Geheimnis. 

Noch deutlicher wird die Leere des Programms beim Thema Natur. 

Winsen hat reale Herausforderungen: Hochwasserschutz, Pflege von Grünflächen, Renaturierung, Klimaanpassung, Schutz von Biotopen, nachhaltige Stadtentwicklung, Umgang mit Hitzeperioden, Ausbau von Schattenflächen, Erhalt von Baumalleen, Schutz der Luhe und ihrer Auen. Zu all diesen Themen sagt die AfD Winsen nichts. Kein Konzept, keine Analyse, keine Maßnahmen. Sie behauptet lediglich, sie wolle „pragmatisch schützen“ – aber sie erklärt nicht, was „pragmatisch“ bedeutet, welche Probleme sie beim Thema Natur sieht oder wie sie diese lösen möchte.

Hinzu kommt, dass die AfD auch auf Landes- und Bundesebene genau jene Instrumente ablehnt, die Natur und Umwelt tatsächlich schützen: Klimaanpassungsprogramme, Renaturierungsprojekte, Förderprogramme für Naturschutz, nachhaltige Stadtplanung, ökologische Landwirtschaft, Energieeffizienz, Schutz von Gewässern und Böden. 

Die Bundes-AfD lehnt Klimaschutz und Klimaanpassung grundsätzlich ab – damit auch alle Programme, die Natur und Städte vor Hitze, Trockenheit und Extremwetter schützen. Dies ist im Wahlprogramm der Bundes-AfD zur Bundestagswahl 2025 nachzulesen (Quelle: https://www.afd.de/wp-content/uploads/2025/02/AfD_Bundestagswahlprogramm2025_web.pdf). Die AfD lehnt Naturschutzförderprogramme ab, sie lehnt nachhaltige Stadtplanung ab, sie lehnt ökologische Landwirtschaft ab, sie lehnt lehnt Gewässerschutzprogramme ab… 

Die AfD Winsen übernimmt diese Linie. Sie verspricht Schutz, lehnt aber die Werkzeuge ab, die Schutz überhaupt erst ermöglichen. Das ist ein Widerspruch, den sie nicht auflöst.

Besonders auffällig ist, dass die AfD Winsen den Begriff „pragmatisch“ benutzt. Eigentlich heißt pragmatisch sowas wie „realistisch, fachlich begründet, lösungsorientiert“. Die AfD Winsen benutzt das Wort nicht in diesem üblichen Sinn sondern als Gegenbegriff zu wissenschaftlicher Umweltpolitik. In ihrem Sprachgebrauch heißt „pragmatisch“: ohne Klimaschutz, ohne ökologische Standards, ohne langfristige Planung. Die AfD Winsen versucht damit, den Eindruck zu erwecken, Naturschutz sei vor allem eine Frage des Bauchgefühls, nicht der Expertise. Das ist gefährlich, denn Natur  und Klimaschutz sind komplexe Aufgaben, die Fachwissen, Planung und langfristige Strategien erfordern.

Damit zeigt sich, dass auch Punkt 6 des Programms nur heiße Luft und sonst nix ist. Die AfD Winsen versucht, sich als Bewahrerin von Heimat und Natur darzustellen, ohne auch nur eine einzige konkrete Maßnahme vorzulegen, wie das passieren soll. Sie verspricht Schutz, ohne zu sagen, was geschützt werden soll. Sie behauptet Pragmatismus, lehnt aber die pragmatischen Werkzeuge ab, die Natur tatsächlich schützen. 

Wirksamer Natur‑ und Umweltschutz braucht Expertise, Daten, Planung und langfristige Konzepte. Die AfD Winsen ersetzt diese durch ein Schlagwort, das nur so tut, als sei es vernünftig.

Zum Thema Nistkästen:

Der Vorschlag der AfD, als Ausgleich für mögliche Auswirkungen von Windkraftanlagen Nistkästen aufzustellen, erscheint auf den ersten Blick sinnvoll. Betrachtet man jedoch die wissenschaftlichen Erkenntnisse und die tatsächlich betroffenen Vogelarten, wird deutlich, dass ein solcher Antrag kaum geeignet ist, den Artenschutz wirksam zu verbessern.

In Deutschland gelten nach dem Bundesnaturschutzgesetz 15 Brutvogelarten als besonders kollisionsgefährdet an Windkraftanlagen. Hierzu gehören unter anderem Rotmilan, Seeadler, Schreiadler, Fischadler, Weißstorch, verschiedene Weihenarten sowie der Uhu und der Wanderfalke. Die überwiegende Mehrheit dieser Arten nutzt jedoch keine klassischen Nistkästen. Greifvögel wie Rotmilan, Seeadler oder Wespenbussard bauen ihre Horste selbst in hohen Bäumen. Weihen brüten am Boden, Weißstörche auf großen Horsten und Fischadler auf Horstplattformen. Lediglich Arten wie der Wanderfalke oder regional auch der Uhu nehmen spezielle Brutkästen an. Klassische Nistkästen, wie sie häufig für Meisen oder Stare aufgehängt werden, helfen den meisten windkraftsensiblen Vogelarten daher überhaupt nicht.

Hinzu kommt, dass bislang gar nicht bekannt ist, welche der betroffenen Arten im jeweiligen Gemeindegebiet tatsächlich vorkommen oder dort brüten. Um dies fachlich belastbar festzustellen, wären zunächst aufwendige Kartierungen durch entsprechend qualifizierte Ornithologinnen und Ornithologen erforderlich. Erst auf Grundlage solcher Untersuchungen könnte überhaupt beurteilt werden, ob Nisthilfen für einzelne Arten sinnvoll wären. Bereits diese Bestandsaufnahme würde zusätzliche Kosten verursachen, ohne dass damit automatisch ein konkreter Nutzen für den Artenschutz verbunden wäre.

Selbst wenn geeignete Nisthilfen errichtet würden, gäbe es keinerlei Garantie dafür, dass dadurch auch nur ein einziger Vogel vor einer Kollision mit einer Windkraftanlage geschützt wird. Ein Nistkasten verändert weder das Flugverhalten noch beseitigt er Kollisionsrisiken. Dasselbe gilt für den Straßenverkehr: Jährlich sterben in Deutschland schätzungsweise rund 100.000 Vögel an Windkraftanlagen, demgegenüber jedoch etwa 70 Millionen Vögel im Straßenverkehr. Diese Zahlen verdeutlichen, dass Kollisionen vielfältige Ursachen haben und sich nicht dadurch verhindern lassen, dass zusätzliche Nistmöglichkeiten geschaffen werden.

Ein wirksamer Artenschutz muss sich daher an den tatsächlichen Bedürfnissen der betroffenen Arten orientieren. Dazu gehören beispielsweise eine sorgfältige Standortwahl für Windkraftanlagen, Schutzabstände zu Horsten, zeitweise Abschaltungen bei erhöhtem Kollisionsrisiko sowie der Erhalt geeigneter Lebensräume. Pauschal Nistkästen aufzustellen, obwohl die meisten gefährdeten Arten diese gar nicht nutzen, wäre dagegen keine zielgerichtete Naturschutzmaßnahme.

Vor diesem Hintergrund besteht die Gefahr, dass der vorgeschlagene Antrag mehr Kosten verursacht als Nutzen stiftet. Zunächst müssten Fachgutachten finanziert werden, um überhaupt festzustellen, welche Vogelarten vor Ort vorkommen. Anschließend würden möglicherweise Nisthilfen angeschafft und installiert, die von den tatsächlich gefährdeten Arten überwiegend gar nicht genutzt werden. Gleichzeitig bliebe das eigentliche Kollisionsrisiko unverändert bestehen. Aus naturschutzfachlicher Sicht wäre der Mitteleinsatz daher kaum zu rechtfertigen, da die vorgesehenen Maßnahmen das eigentliche Problem nicht lösen und keine messbare Verbesserung für die betroffenen Vogelarten erwarten lassen.

Quellen:

  1. Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG), Anlage 1 zu § 45b
  2. Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN)
  3. Bundesnaturschutzgesetz (§ 45b)
  4. Bundesamt für Naturschutz (BfN) / Fachliteratur zur Vogelsterblichkeit
    • Die häufig zitierte Größenordnung von ca. 100.000–150.000 Vögeln pro Jahr, die an Windenergieanlagen in Deutschland verunglücken, stammt aus Auswertungen des Bundesamtes für Naturschutz und der sogenannten Schlagopferkartei. https://www.reddit.com/r/PolitikBRD/s/L5N3OPpGlQ
  5. Vergleichszahlen zu anderen Todesursachen
    • Rund 70 Millionen Vögel pro Jahr sterben nach häufig zitierten Schätzungen im Straßen- und Bahnverkehr in Deutschland. Diese Zahl wird unter anderem vom NABU, dem BfN und in verschiedenen wissenschaftlichen Übersichten verwendet. https://www.facebook.com/share/1DRkzdjFFQ/?mibextid=wwXIfr

AfD Winsen, das steckt dahinter – Wirtschaft & Handwerk

„Lokale Unternehmen, Handwerker und der Mittelstand sind das Rückgrat unserer Stadt. Weniger Bürokratie, faire Vergabe von Aufträgen und eine Verwaltung, die als Partner agiert – nicht als Hindernis. Winsener Betriebe verdienen echten Rückenwind.“

Beim fünften Punkt des AfD Winsen Programms behauptet die AfD, sie wolle „Wirtschaft und Handwerk stärken“. Doch wie bei allen vorherigen Punkten zeigt sich sofort, dass auch hinter dieser Formulierung keinerlei Konzept steckt. Die AfD Winsen nennt keine einzige konkrete Maßnahme, wie sie lokale Betriebe unterstützen, wie sie Ausbildungsplätze sichern oder wie sie die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Winsen verbessern möchte. Es bleibt bei einer Überschrift ohne Inhalt, ohne Strategie, ohne jede Substanz dahinter.

Das zentrale Problem ist: Wirtschaftsförderung ist ein komplexes Feld. Es umfasst Gewerbeflächenentwicklung, Fachkräftesicherung, Digitalisierung, Verkehrsanbindung, Energiepreise, Bürokratieabbau, Förderprogramme, Zusammenarbeit mit Schulen und Berufsschulen, Unterstützung von Gründungen und vieles mehr. Die AfD Winsen geht auf keinen dieser Punkte in ihrem Programm ein. Sie sagt nicht, wie sie Handwerksbetriebe entlasten will, wie sie die duale Ausbildung stärken möchte oder wie sie die lokale Wirtschaft stabiler machen will. Sie sagt nicht einmal, welche Probleme sie überhaupt sieht. Es gibt keine Analyse, keine Zahlen, keine Prioritäten. Nur die Behauptung: „Wir stärken Wirtschaft und Handwerk.“ Wie das gesehen soll bleibt völlig offen.

Hinzu kommt, dass die AfD auch auf Landes- und Bundesebene genau jene Instrumente ablehnt, die Wirtschaft und Handwerk tatsächlich helfen würden. Sie ist gegen staatliche Förderprogramme, gegen Innovationsförderung, gegen Investitionszuschüsse, gegen Programme zur Fachkräftegewinnung und gegen viele Formen der beruflichen Weiterbildung. Dies lässt sich im „positionspapier Wirtschaft“ der AfD‑Bundestagsfraktion nachlesen (Quelle: https://afdbundestag.de/wp-content/uploads/2026/05/positionspapier_wirtschaft_20260520_din-a5_v4.0_DIGITALEDATEI.pdf).  

Gleichzeitig fordert die AfD Winsen weniger Bürokratie, ohne zu erklären, welche bürokratischen Regelungen sie konkret meint oder wie sie rechtlich abgeschafft werden könnten. Die AfD Winsen übernimmt das bereits bekannte Muster der vorigen Punkte, Sie verspricht Unterstützung, lehnt aber die Werkzeuge ab, die Unterstützung überhaupt erst ermöglichen.

Besonders auffällig ist, dass die AfD Winsen keinerlei Bezug zu den realen wirtschaftlichen Herausforderungen in Winsen herstellt. Wie will sie mit dem Fachkräftemangel umgehen, der das Handwerk hier vor Ort in Winsen massiv belastet? Wie mit steigenden Energiepreisen? Wie mit der Digitalisierung, die viele kleine Betriebe überfordert? Wie mit der Frage, ob es genügend Gewerbeflächen gibt? Wie mit der Zusammenarbeit zwischen Schulen und Betrieben, die für Ausbildungsplätze entscheidend ist? Zu all diesen Fragen schweigt die AfD. Sie liefert keine Antworten, keine Ideen, keine Lösungsansätze.

Damit zeigt sich: Punkt 5 ist kein wirtschaftspolitisches Programm, sondern eine leere Behauptung. Die AfD Winsen versucht, sich als Anwältin des Handwerks darzustellen, ohne auch nur ein einziges konkretes Angebot zur Verbesserung zu machen. Sie verspricht Unterstützung, ohne zu sagen, wie diese Unterstützung aussehen soll. Sie behauptet, sie wolle die Wirtschaft stärken, lehnt aber die Maßnahmen ab, die Wirtschaft tatsächlich stärken. Das ist kein Konzept und keine gute Politik! Es wird weder den Handwerksbetrieben geholfen, noch lokalen Unternehmen.

AfD Winsen, das steckt dahinter – Jugendzentren frei von Extremismus

„Das städtische Jugendzentrum „Egon’s“ darf nicht mit linksextremen Gruppen wie „Winsen Luhe against Nazis“ kooperieren. Antifa ist keine harmlose Jugendbewegung. Wir fordern klare Grenzen – unabhängig von politischer Richtung.“

Der vierte Punkt „Jugendzentren frei von Extremismus“ zeigt sehr deutlich, worum es der AfD Winsen in Wahrheit geht: nicht um den Schutz von Jugendlichen, sondern um die politische Diskreditierung von Engagement gegen Rechtsextremismus. Auf ihrer eigenen Seite greift sie das städtische Jugendzentrum „Egon’s“ an, weil es mit der Gruppe „Winsen Luhe against Nazis“ (W. L. a. N.) kooperiert, und stellt diese pauschal als „linksextrem“ und „Antifa“ dar. Damit rückt die AfD eine ausdrücklich demokratische, antifaschistische Haltung in die Nähe von Extremismus – und versucht, den Begriff „Extremismus“ um zu definieren: Wer sich klar gegen Nazis positioniert, wird zum Problem erklärt, nicht die Nazis selbst.

Dass diese Linie nichts mit „Schutz unserer Jugend vor Ideologie“ zu tun hat, zeigt schon die kommunale Realität. Das Jugendzentrum „Egon’s“ wird im Stadtrat parteiübergreifend (von CDU, SPD und Grünen) als wichtiger, stabiler Ort für junge Menschen beschrieben, das auf Grundlage des Kinder- und Jugendhilfegesetzes arbeitet und sich klar auf dem Boden der freiheitlich‑demokratischen Grundordnung bewegt. Der AfD‑Vorstoß, dem Zentrum wegen der Kooperation mit „Winsen against Nazis“ Gelder zu entziehen, wurde im Verwaltungsausschuss zurückgezogen und politisch deutlich kritisiert (Quelle: https://www.kreiszeitung-wochenblatt.de/winsen/c-politik/egons-bleibt-starker-ort-fuer-junge-menschen-in-winsen_a365265). Das zeigt, dass die AfD mit ihrer Bewertung falsch liegt. Weil ihre Extremismusdefinition demokratisches Engagement gegen Rechts ins Visier nimmt. (Hinzu kommt, dass der Verfassungsschutz die AfD inzwischen als gesichert rechtsextrem eingestuft hat; lokale Grünen‑Positionen weisen genau darauf hin und beschreiben, wie die AfD in Winsen mit Anträgen und Angriffen auf das „Egon’s“ versucht, Misstrauen gegenüber pädagogischer Arbeit zu säen und ein Opfer‑Narrativ zu bedienen (https://gruene-winsen.de/2025/05/positionspapier-von-buendnis-90-die-gruenen-winsen-zur-einstufung-der-afd-als-gesichert-rechtsextrem/). In diesem Licht wirkt die Forderung nach „klaren Grenzen – unabhängig von politischer Richtung“ wie ein Versuch, die eigene rechtsextreme Einstufung zu relativieren, indem man demokratische Anti‑Nazis‑Initiativen künstlich auf dieselbe Stufe stellt. Tatsächlich gibt es aber einen klaren Unterschied: „Winsen Luhe against Nazis“ steht für die Verteidigung der demokratischen Ordnung, während die AfD selbst von Sicherheitsbehörden als Gefahr für eben diese Ordnung bewertet wird. Von Ideen um Jugendliche zu fördern, Jugendprogrammen oder konkreten Schutzkonzepten für Jugendlichen ist bei der AfD nichts zu finden. Die jungen Menschen werden vergessen. Es gibt keine Ideen zu Medienpädagogik, politischer Bildung, Prävention gegen Online‑Radikalisierung, Unterstützung von Jugendsozialarbeit oder Stärkung demokratischer Kompetenzen. Stattdessen reduziert die AfD das Thema auf ein Feindbild: „Antifa“. Die AfD greift das Jugendzentrum an, weil es mit einer antifaschistischen Gruppe kooperiert. Die AfD stellt sich damit gegen die demokratische Aufgabe, junge Menschen für Freiheit und Menschenwürde zu sensibilisieren. Die AfD Winsen behauptet, sie wolle „Schutz unserer Jugend vor Ideologie“, liefert aber weder ein Konzept, wie dieser Schutz aussehen soll, noch erkennt sie an, dass die gefährlichste Ideologie für Jugendliche in Winsen wie überall der Rechtsextremismus ist, und nicht das Engagement gegen ihn.

AfD Winsen, was steckt dahinter – Bildung mit Substanz

Auch dieser Punkt „Bildung mit Substanz“ im AfD‑Winsen‑Programm ist inhaltlich leer. Die AfD Winsen behauptet, sie wolle „Substanz“ , liefert aber keine einzige konkrete Maßnahme, kein Konzept, keine Finanzierung, keine Zuständigkeiten. Weder lokal noch bundesweit hat die AfD ein tragfähiges Bildungskonzept. Sie kritisiert nur und lehnt viele der Maßnahmen ab, die Bildung tatsächlich verbessern würden. Der Punkt lautet: „Bildung mit Substanz.“ Das ist eine Worthülse, kein Programm. Die AfD Winsen sagt nur, dass sie „Substanz“ will – aber nicht, was das bedeutet. Es fehlen konkrete Maßnahmen, konkrete Aussagen zu Schulen in Winsen, Aussagen zum Lehrkräftemangel, Aussagen zu Digitalisierung, Aussagen zu Kita-Ausbau, Aussagen zu Ganztagsschulen und Aussagen zu Finanzierung. Dies alles ist aber Bildung und dazu sollte es dementsprechend Aussagen geben. Die AfD Winsen ist also nicht in der Lage, Bildung zu verbessern, weil sie keine Werkzeuge dafür hat. Die AfD hat keine Konzepte gegen Lehrer:innenmangel, keine Konzepte und keine Finanzierung für Schulmodernisierung, keine Konzepte für Kita-Fachkräfte und keine Konzepte für Ganztagsbetreuung. Sie fordert stattdessen „Zurück zu alten Schulformen“ und „Weniger pädagogische Konzepte“ und „Mehr Disziplin“ . Das löst aber nicht die vorhandenen Probleme. Mit „mehr Disziplin“ lässt sich kein kaputtes Schulklo reparieren oder eine neue Lehrkraft einstellen. Es ist kein Lösungsansatz für die Probleme im Bildungswesen erkennbar. Die AfD fordert weniger Inklusion, weniger Ganztag, weniger Digitalisierung, weniger politische Bildung und weniger Vielfaltserziehung. Aber nochmal: Das löst kein einziges reales, derzeit existierendes Problem im Bildungssystem. Die AfD lehnt genau die Maßnahmen ab, die Bildung verbessern, nämlich den Ausbau von Ganztagsschulen, moderne Pädagogik, Digitalisierung usw. Auch hier wird wieder der rhetorische Trick von oben (Thema 2) angewandt: es wird behauptet, man habe Lösungen – ohne welche zu nennen. Es gibt keine AfD-Konzepte zur Verbesserung von Bildung – weder lokal, noch landes- oder bundesweit. Die AfD lehnt genau die Maßnahmen ab, die Bildung verbessern würden (Ganztag, Digitalisierung, Inklusion, Schulsozialarbeit). Die geforderte „Substanz“ ist eine leere Floskel – ohne Inhalt, ohne Plan, ohne Umsetzbarkeit.

AfD Winsen, was steckt dahinter – Verkehr und Infrastruktur

Der zweite Punkt des AfD-Winsen-Programms („Verkehr & Infrastruktur“) ist genauso substanzlos wie der erste. Die AfD behauptet, sie wolle „Staus bekämpfen“ und „praktische Lösungen“ anbieten – nennt aber keine einzige konkrete Maßnahme, weder lokal noch bundesweit. Es gibt keine AfD-Idee, wie Staus tatsächlich reduziert werden sollen. Der AfD-Text lautet: „Wir bekämpfen Staus und setzen auf praktische Lösungen statt weiterer Tempo-30-Zonen und Verbote.“ Das klingt nach Aktivität, aber es fehlen alle Inhalte. Es gibt keine Maßnahmen die genannt werden, keine Ideen zu anderer Verkehrsplanung, keine Infrastrukturprojekte, keine Finanzierung und keine Zuständigkeiten. Die AfD will auch keine Analyse der Ursachen betreiben. Sie müsste aber erst die Gründe für Staus kennen, um sie reduzieren zu können. Die AfD Winsen sagt nur, dass sie Staus „bekämpfen“ will – aber nicht wie. Keines der AfD-Programme auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene nennt ein Konzept. Keines! Es gibt kein Konzept. Die AfD Winsen ist also nicht in der Lage, Staus zu bekämpfen, weil sie keine Werkzeuge dafür hat.

Die AfD Winsen lehnt genau die Maßnahmen ab, die Staus reduzieren würden:

  • Ausbau des ÖPNV → lehnt sie ab
  • Ausbau von Radwegen → lehnt sie ab
  • Verkehrsberuhigung → lehnt sie ab
  • intelligente Verkehrssteuerung → erwähnt sie nicht
  • Parkraumkonzepte → keine Vorschläge
  • Stadtentwicklung → keine Vorschläge

Die AfD Winsen sagt: „Wir setzen auf praktische Lösungen.“ Aber sie nennt keine einzige praktische Lösung. Das ist ein rhetorischer Trick: Es wird behauptet, man habe Lösungen, ohne welche zu nennen. So kann man später alles behaupten oder alles ablehnen. Die AfD Winsen behauptet, Staus bekämpfen zu wollen, nennt aber keine einzige Maßnahme, wie das gehen soll. Es gibt nämlich keine AfD-Konzepte zur Staubekämpfung, weder lokal, noch Landes- oder Bundesweit. Die AfD lehnt vielmehr genau die Maßnahmen ab, die Staus reduzieren würden (ÖPNV-Ausbau, Verkehrsplanung, Radwege, intelligente Steuerung)

(Quelle: https://www.afd.de/wahlprogramm/ ; https://afdbundestag.de/).

Ihre sogenannten „Praktischen Lösungen“ sind eine leere Floskel, ohne Inhalt, ohne Plan, ohne Umsetzbarkeit.

AfD Winsen, das steckt dahinter – Bezahlbares Wohnen & Sinnvolles Wachstum

Erläuterung dazu:

Die AfD Winsen fordert „bezahlbares Wohnen“, liefert aber keinerlei
Konzept, wie dieses entstehen soll. Weder im lokalen Wahlprogramm noch in landes-
oder bundespolitischen AfD-Programmen existiert ein realistischer, durchgerechneter
Plan, der tatsächlich neue bezahlbare Wohnungen schafft oder Familien entlastet. Die
Forderung ist politisches Framing – ohne Substanz.
Die AfD Winsen nennt das Ziel, aber nicht den Weg. Im Wahlprogramm steht nur:
„Innenentwicklung statt Zersiedelung und bezahlbare Häuser für Familien. Keine
ideologiegetriebenen Vorschriften, die das Bauen unbezahlbar machen.“
Das ist kein Konzept, sondern eine Behauptung. Es fehlen: konkrete Maßnahmen,
Finanzierungsmodelle, Bauprogramme, Zeitpläne, rechtliche Instrumente und
kommunale oder landespolitische Zuständigkeiten. Die AfD Winsen sagt nur, was sie
gern hätte und nicht, wie es entstehen soll.
Die AfD fordert etwas, das ohne Geld, Instrumente und politische Strategie nicht
möglich ist. Sie fordert „bezahlbares Wohnen“, nennt aber keine einzige Maßnahme, wie
das entstehen soll. Die AfD lehnt genau die Instrumente ab, die bezahlbares Wohnen
ermöglichen. Die AfD Winsen verspricht Familien Unterstützung, bietet aber null
konkrete Hilfen. Ihre Forderung ist reine Rhetorik – ohne Konzept, ohne Finanzierung,
ohne Umsetzbarkeit. Sie sagt einfach, dass sie etwas will, aber hat keinen Plan wie das
gehen soll.
Die AfD Winsen schreibt: „Bezahlbare Häuser für Familien.“ Aber in ihrem Programm
fehlt alles, was Familien wirklich hilft. Sie will kein Baukindergeld, keine Zuschüsse,
keine Förderung für Erstkäufer:innen, keine Mietpreisbindung, keine kommunale
Wohnungsbaugesellschaft, keine Grundstückspolitik, keine Kita-Ausbau-Strategie (wäre
wichtig für Familienfreundlichkeit).

Die AfD Winsen verspricht Familien Unterstützung, bietet aber keine einzige Maßnahme, die diese Unterstützung real
macht.


Die AfD Winsen kann ihre Forderung aus mehreren Gründen nicht erfüllen. Diese
Gründe sind:

  • die Stadt Winsen hat keine eigenen Baukapazitäten, d. h. die Stadt kann selbst
    keine Wohnungen bauen, weil sie keine kommunale Wohnungsbaugesellschaft,
    keine eigenen Bautrupps, keine eigenen Architekturbüros und keine eigenen
    Grundstücksentwicklungsstrukturen besitzt. Auch wenn die AfD den Winsener
    Stadtrat stellen würde, könnte sie auch keine Wohnungen bauen!
  • die AfD sieht keine Investitionen vor. Ohne Geld lässt sich aber nicht bauen. Die
    AfD hat keine Idee, wo Gelder zum Bauen herkommen könnten.
  • die AfD schlägt keine Förderprogramme vor. Und nennt keine Finanzierung. Sie
    hat keinen Plan, wo Geld für den Bau von Wohnungen herkommen könnte.
  • die AfD unterstützt die Mietpreisbindung nicht, durch die Wohnungen
    bezahlbarer werden würden.


Auch die Bundes-Partei ist nicht hilfreich. Die AfD äußeert sich bundesweit zum Thema
Wohnen. Auch die Aussagen sind ohne Substanz und nicht in Winsen anwendbar. Die
AfD behauptet fälschlicherweise bezahlbares Wohnen entstünde durch Abbau von
Bauvorschriften, weniger Klimaschutzauflagen, weniger Bürokratie oder Begrenzung von
Migration. Das ist falsch. Keiner dieser Punkte schafft neue Wohnungen. Wir erklären
genauer warum. Durch weniger Vorschriften entstehen keine neuen Wohnungen.
Welche Vorschriften sollten das sein? Das sagt die AfD nicht. Es gibt keine Vorschriften
durch deren Abbau neue Wohnungen da wären (Quelle: BBSR, „Wohnungs- und
Immobilienmärkte in Deutschland“, diverse Jahresberichte). Denn die größten
Kostentreiber im Wohnungsbau sind hohe Grundstückspreise, hohe Materialkosten,
Fachkräftemangel und Zinsen (Quellen: https://beta-eigenheim.de/kostentreiber-im-
wohnungsbau/
; https://baumagazin.de/bauen/baukosten-vorschriften-ansprueche-
und-engpaesse-als-preistreiber/
).

Diese Faktoren werden durch das Streichen von Vorschriften nicht gelöst. Selbst wenn man Standards senkt, entstehen keine neuen Grundstücke, keine neuen Baukapazitäten und keine neuen Förderprogramme.
Die AfD behauptet, dass durch die Begrenzung von Migration neue Wohnungen
entstehen würden. Sie meint weniger Zuwanderung würde den Wohnungsmarkt
entlasten. Das ist empirisch falsch: Recherche zeigt, dass der Wohnungsengpass seit
über 15 Jahren besteht, unabhängig von Migrationszahlen (Quelle:
https://www.bpb.de/kurz-knapp/hintergrund-aktuell/559435/mangel-an-
wohnraum/?utm_source=copilot.com
). Selbst bei Nullzuwanderung würden immer
noch Hunderttausende Wohnungen fehlen, weil die Bauindustrie nicht genug
Kapazitäten hat. Migration zu begrenzen, baut keine einzige Wohnung.3
Die AfD lehnt staatliche Förderprogramme häufig ab – also genau das Instrument, mit
dem bezahlbarer Wohnraum entsteht und Investitionen möglich wären. Sie ist gegen
Förderprogramme für sozialen Wohnungsbau, sie ist gegen kommunale
Wohnungsbaugesellschaften, sie ist gegen Zuschüsse für Familien (obwohl sie
angeblich Familien unterstützen möchte), sie ist gegen zinsgünstige Kredite und gegen
Baukostenzuschüsse (Quelle: Im Wahlprogramm 2021 steht: „Staatliche Subventionen
wie KfW-Förderkredite lehnen wir ab.“ https://www.bundestagswahl-
bw.de/wahlprogramm-afd-1
).
Ohne die genannten Instrumente gibt es keinen bezahlbaren Wohnraum.